Körperliche ArbeitLesezeit 4 Minuten

Wenn abends nichts mehr geht

Ich habe über zwölf Jahre in der Intensivpflege gearbeitet, 24-Stunden-Schichten inklusive. Ich weiß, wie ein Tag aussieht, nach dem nichts mehr geht.

Löffel mit Tabletten unter Beifußblättern
Wer mehr verbraucht und gleich viel nachfüllt, kommt rechnerisch ins Minus.

Wer körperlich arbeitet, verbraucht mehr. Das ist keine Meinung, das ist Arithmetik. Mehr Bewegung, mehr Schwitzen, mehr Belastung auf Gelenke und Muskulatur, dazu ein Stresspegel, der bei vielen Berufen den ganzen Tag oben bleibt. Wer mehr verbraucht und gleich viel nachfüllt, kommt rechnerisch ins Minus. Nicht in einer Woche – über Jahre.

Die psychische Last zählt mit

In der Pflege ist das besonders offensichtlich: Du hebst, du drehst, du läufst – und gleichzeitig trägst du Verantwortung für Menschen, denen es schlecht geht. Diese zweite Last sieht niemand, und sie verbraucht trotzdem. Anhaltender Stress erhöht den Bedarf an genau denselben Stoffen, die auch die körperliche Arbeit zieht. Beides zusammen ist keine Addition, das ist eine Multiplikation.

Regeneration ist Arbeit, nicht Pause

Der Körper repariert nicht nebenbei. Er braucht dafür Zeit, Ruhe und Baumaterial. Wer im Schichtdienst arbeitet, kämpft zusätzlich gegen den eigenen Rhythmus – da reicht es nicht, sich zusammenzureißen. Da hilft nur, die Bedingungen so zu bauen, dass der Körper überhaupt eine Chance hat.

Was in meinem Alltag geholfen hat

Ich nehme dir die Recherche ab

Das ist im Kern mein Angebot. Du sollst nach der Schicht nicht noch drei Abende lang Foren und Studien durchpflügen, um herauszufinden, ob das Produkt im Warenkorb etwas taugt. Ich habe das schon gemacht – auf eigene Kosten und über zwanzig Jahre.

Wo es individuell wird

Wie deine Versorgung bei deiner konkreten Belastung und deinem Dienstplan aussehen sollte, lässt sich nicht aus einem Artikel ableiten. Wenn du in einem körperlich harten Beruf arbeitest und etwas ändern willst, ohne dich zu verzetteln: Melde dich.

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